Sie mögen auf den ersten Blick harmlos wirken, doch sie können sehr gefährlich sein. Die Rede ist von Schlangen. Die Tatsache, dass sie weder Krallen noch scharfe Zähne haben macht sie auf den ersten Blick harmlos. Weltweit findet man Schlangen jeglicher Art und deswegen ist es immer gut zu wissen mit welcher Schlange man es in welchem Land zu tun hat und vor allem, wie man sich nach einem Biss am besten verhalten sollte, ob ein Arzt nötig ist oder nicht. Es ist wichtig im Falle eines Bisses schnell zu handeln. Schlangenbisse sind schmerzhaft und man sollte nicht damit spaßen.

Küstentaipan
Der Küstentaipan wird auch Östlicher Taipan genannt und stammt aus der Familie der Giftnattern. Man findet diese Schlangenart an den Küstenwäldern Australiens und Papa-Neuguinea. In der Regel ist der Taipan eher scheu und meidet Menschen, weswegen seine Toxizität auch medizinisch als kaum relevant beschrieben wird. Bisse sind eher Seltenheit. Wird man allerdings doch gebissen, ist es wichtig schnellstens Hilfe zu holen. Unbehandelte Bisse können tödlich enden. Oftmals bleibt ein Biss unbemerkt, vor allem auch weil keine lokalen Symptome an der Bissstelle auftreten.

Küstentaipan
Philippinische Kobra
Die Philippinische Kobra ist eine Speikobra und gehört zur Gattung der Echten Kobras. Sie kommt ausschließlich auf den Philippinen vor und man findet sie meist im Grasland, dichten Dschungel und Getreidefeldern. Die Kobra bevorzugt es in der Nähe von Wasserquellen zu leben und kann auch schwimmen. Sie ist hochgiftig und ihr Gift wirkt hämo- und neurotoxisch. Es folgt Atemstillstand und man sollte nach einem Biss sofort medizinische Hilfe aufsuchen. In der Regel wird auf den Philippinen ein Antivenin gegen das Gift der Kobra gespritzt.

Philippinische Kobra
Schwarze Mamba
Mit einer durchschnittlichen Länge von 2,50 Metern und einer Länge bis zu 4,50 Meter ist die schwarze Mamba die längste Giftschlange Afrikas. Sie lebt häufig in der Nähe von bewohnten Siedlungen aufhält und sich oftmals in bewohnten Häusern im Dachstuhl versteckt hält. Normalerweise meidet die Mamba die Menschen, gilt aber dennoch als eine der aggressiveren Giftschlangen. Wird man gebissen, so endet ihr Biss meist tödlich. Mit einem Biss überträgt sie 400 Milligramm Gift in ihr Opfer. Es reichen bereits 15-20 Milligramm aus um einen erwachsenen Menschen zu töten.

Black Mamba
Diamant Klapperschlange
Die Diamant Klapperschlange ist eine Art der Klapperschlangen und findet sich im Südosten der USA. Sie hat eine Gesamtlänge von 2,50 Metern und ist damit die längste Klapperschlangenart überhaupt. Damit hat sie auch eine größere Giftmenge als alle anderen Arten der Gattung. Ihr Gift führt zu Gewebezerstörung im Bereich der Bissstelle. Der Biss sollte unbedingt behandelt werden, da er sonst zum Tod führen kann. Die Diamant Klapperschlange steht auf der Roten Liste gefährdeter Arten, ist allerdings weit verbreitet und gilt daher nicht wirklich als gefährdet.

Diamant Klapperschlange
Dunkle Tigerpython
Die Dunkle Tigerpython werden für gewöhnlich bis zu 3,7 Meter groß. Man findet sie meist in Teilen der Tropen und Subtropen sowie Süd- und Südostasien. Tigerpythons halten sich nahe von Gewässern auf und manchmal auch in der nähe von bewohnten Siedlungen. Mittlerweile findet man sie allerdins auch in den Everglades in Florida, was das Resultat von illegaler Auswilderung ist. Tigerpythons sind für gewöhnlich nicht aggressiv. Wenn sie sich bedroht fühlt beißt sie. Für gewöhnlich töten Pythons ihre Beute durch Erdrücken.

Dunkle Tigerpython
Texas Klapperschlange
Die Texas Klapperschlange findet sich für gewöhnlich im Südwesten der USA und Nord-Mexiko von Baja Kalifornien bis hin zum Golf von Mexiko und Texas. Mit einer Maximallänge von über zwei Metern gehört sie, neben der Diamant Klapperschlange, zu den größten Klapperschlangenarten. Aufgrund ihrer Größe verfügt sie auch über größere Mengen von Gift als andere Arten ihrer Gattung. Wird man von ihr gebissen, gilt es sofort medizinische Hilfe aufzusuchen, denn bleibt der Biss unbehandelt, kann er zum Tod führen.

Texas Klapperschlange
Königskobra
Die Königskobra zählt zur Familie der Giftnattern. Man findet sie in weiten Teilen Südostasiens, überwiegend in Waldgebieten für gewöhnlich ist sie nicht aggressiv. Fühlt sie sich oder ihr Nest bedroht, kann sie sehr gefährlich werden denn ein Biss genügt um einen Menschen zu töten. Für gewöhnlich tritt der Tod nach einem Biss nach 20 Minuten bis zu 12 Stunden ein. Wie bereits erwähnt ist die Königskobra keine aggressive Schlange und so sind auch weniger Bissunfälle bekannt. Aus dem Verbreitungsgebiet wurden bis 1991 nur 35 Bissunfälle bekannt, 10 davon tödlich.

Königskobra
Gewöhnliche Lanzenotter
Die Gewöhnliche Lanzenotter, kurz Lanzenotter, gehört zur Gattung der Amerikanischen Lanzenottern. Man findet sie in vielen Gebieten Südamerikas, darunter auch in den Regionen Venezuela, Brasilien, Kolumbien, Ecuador, Peru und Bolivien. Die Lanzenotter selbst findet man meist auf Plantagen oder in der nähe zu bewohnten Siedlungen, meist nahe an Gewässern. Ein Biss muss als lebensbedrohlich betrachtet werden. Die Symptome sind Kopfschmerzen, Abdominalschmerzen, Krämpfe und Schwindel. Ein Biss kann mit dem passenden Antivenin behandelt werden.

Gewöhnliche Lanzenotter
Netzpython
Die Netzpython ist eine der größten Schlangen der Welt. Sie lebt in den Tropen Südostasiens und bewohnt dort feuchte Regenwälder und Sümpfe, doch sie ist sehr anpassungsfähig und so findet man sie auch auf Feldern und in der Nähe von Siedlungen. Netzpythons werden in großen Mengen zur Ledergewinnung gefangen und getötet. Sie haben eine hohe Reproduktion und sind somit auch nicht vom Aussterben bedroht. Die Netzpython ist eine Würgeschlange und tötet ihr Opfer durch Erdrücken.

Netzpython
Östliche Braunschlange
Die Östliche Braunschlange findet sind in Australien und Neuguinea und gehört zur Gattung der Braunschlangen. Sie ist die zweitgiftigste Landschlange der Welt. Sie ist so gefährlich, weil sie bei Begegnungen sehr nervös und aggressiv reagieren kann und daraufhin zubeißt. Ihr Körper windet sich dabei zu einer S-Form und sie beißt dann extrem schnell und mehrfach zu. Ihr Gift gehört zu den wirksamsten Giften von Schlangen. Ihr Gift ist ein starkes Nervengift, welches das Blut verdickt. Ihr Gift verursacht außerdem noch Lähmungen und Bewusstlosigkeit.

Östliche Braunschlange
Anakonda
Die Anakonda gehört zur Familie der Boas und gilt als eine der größten Schlangen der Welt. Sie lebt in den Tropen Südamerikas und lebt meist in Wassernähe. Sie ist zwar keine Giftschlange, doch das macht sie nicht weniger gefährlich. Sie jagt während sie lauert. Sie wartet bewegungslos im Wasser bis die Beute nahe genug ist, dann umschlingt sie ihr Opfer und erdrosselt es durch ihre Kraft. Im Anschluss verspeist die Anakonda ihr Opfer mit dem Kopf voran.

Anakonda
Boomslang
Der Name Boomslang ist Afrikaans und stammt aus dem Niederländischen und bedeutet übersetzt “Baumschlange”. Sie gehört zur Familie der Nattern und findet sich in den Tropen Afrikas, südlich der Sahara bis in den Süden Südafrikas. Menschen gegenüber ist sie eher Scheu und meidet sie. Boomslang beißen nur zu, wenn man sie anfasst. Fühlen sich die Tiere bedroht, blähen sie erst den Nacken auf und später den gesamten Körper und beißen dann mit ruckartigen Bewegungen zu. Sie ist zwar giftig, aber Bissunfälle sind eher selten der Fall.

Boomslang
Brillenschlange
Die Brillenschlange ist eine Giftnatter und zählt zu den gefährdeten Arten der Gattung der Echten Kobras. Sie ist tag- und nachtaktiv und findet sich südlich des Himalaya bis hin nach Sri Lanka. Brillenschlangen sind gefährlich und finden sich oft auf Reisfeldern wo sie ihre Beute jagen. Ihr Gif verursacht Lähmungen und kann innerhalb von 15 Minuten zum Herzstillstand führen. Die Brillenschlinge findet sich außerdem bei Vorführungen indischer Schlangenbeschwörer. Bei buddhistischen Mönchen und Hindus gilt sie als heilig

Brillenschlange
Puffotter
Die Puffotter ist eine Giftschlange und gehört zu der Familie der Vipern. Man findet sie in der inneren Sahara und den Regenwäldern Afrikas, sowie der südwestlichen Arabischen Halbinsel. Sie ist durch ihr starkes Gift für die meisten gefährlichen Schlangenbisse in Afrika verantwortlich. Ihr gelbes Gift zerstört Gewebe und ist hämotoxisch. Eine ausgewachsene Puffotter hat einen Giftvorrat um vier bis fünf Menschen zu töten. Sie beißt nur wenn man ihr zu nahe kommt oder auf sie tritt.

Puffotter
Monokelkobra
Die Monokelkobra findet sich in Südostasien, Nordindien, Bangladesch und Südwestchina bis in den Norden Malaysias. Sie lebt meist in troptischen Wäldern, man findet sie aber auch häufig auf Plantagen, Reisfeldern und Gärten. Sogar in menschlichen Behausungen findet man sie. Wurde man von der Monokelkobra gebissen, treten schnell Schmerzen und Schwellungen auf und das Gewebe verfärbt sich. Weitere Folgen sind Lähmungen, Erbrechen, Diarrhoe sowie Bauch- und Kopfschmerzen. Der Tod kann zwischen 17-24 Stunden durch Atemlähmung eintreten.

Monokelkobra
Inlandtaipan
Der Inlandtaipan ist die giftigste Schlange der Welt und findet sich in Australien. Aufgrund ihres starken Gifts und ihrer Entdeckungsgeschichte wurde sie Mitte der 80er zur bekanntesten Schlange Australiens. Ihr Gift ist ein Nervengift und hochgiftig. Da man sie allerdings meist in unbewohnten und weit abgelegenen Gebieten findet, sind Menschen relativ sicher und so sind auch Todesfälle durch ihr Gift äußerst selten. Aufgrund der Giftigkeit wird dem Inlandtaipan häufig der selbe aggressive Charakter wie dem Küstentaipan zugesprochen.

Inlandtaipan
Sandrasselotter
Die Sandrasselotter ist über weite Gebiete Asiens verbreitet und findet sich in Indien, Bangladesch, Sri Lanka, Pakistan, Afghanistan bis hin zum Iran. Vereinzelt findet man sie auch im Irak. Ihr Gift ist stark hämotoxisch und ein Biss muss sofort medizinische behandelt werden. Da sie sich oft nahe bewohnten Siedlungen aufhält, gehört sie zu den gefährlichsten Giftschlangen für den Menschen. Ihr Gift verursacht Blutgerinnsel bis hin zum Schlaganfall. In Indien gehört sie zu den vier Arten der giftigsten Schlagenbisse.

Sandrasselotter
Gewöhnlicher Krait
Die Gewöhnliche Krait wird aus als Indischer Krait bezeichnet und ist eine Giftschlange aus der Familie der Giftnattern. Sie findet sich häufig in Afghanistan, Pakistan, Indien, Sri Lanka, Bangladesch sowie Nepal. Ihr Gift kann unbehandelt zum Tod führen. Wurde man gebissen, treten unspezifische Allgemeinsymptome auf wie Kopfschmerzen, Übelkei, Schwindel und Bauchschmerzen. Der Tod tritt letzten Endes durch Atemlähmung ein. Es gibt Antivenine allerdings muss man nach einem Biss schnell handeln um die Rettung noch rechtzeitig zu bekommen.

Gewöhnlicher Krait
Kettenviper
Die Kettenviper ist eine Art der Orientalischen Vipern und ist über ein sehr großes Gebiet im zentralen und südlichen Asien sowie Indien verbreitet. Sie gilt als gefährlichste Schlange Südostasiens. Ihr Gift ist extrem wirksam und häufig werden Schlangenbisse in Siedlungen gemeldet. Pro Jahr werden in etwa 2000 Menschen gebissen, 900 Menschen sterben an den Folgen des Biss der Kettenviper. Fühlt sie sich bedroht rollt sich die Schlange zusammen und zischt ihren Angreifer wütend und laut an. Aus dieser Position heraus stößt sie beim Biss mit großer Kraft vorwärts.

Kettenviper
Chinesische Kobra
Die Chinesische Kobra ist eine Speikobra und findet sich in Südchina, Nordvietnam, Hainan und Taiwan. Ihr Gift ist ein Mischgift. Die neurotoxischen Anteile darin führen zu Sprechstörungen, Schluckstörungen und führen zu Lähmungen bis hin zum Atemstillstand. Um sich vor Bissen zu schützen ist es ratsam in den Gebieten, in welchen die Chinesische Kobra vorkommt, hohes und festes Schuhwerk zu tragen. Man sollte das Tier auf keinen Fall reizen und auch nicht versuchen anzufassen. Trifft man auf die Schlange ist es am besten Distanz zu wahren.

Chinesische Kobra
Seeschlange
Die Seeschlange findet sich am meisten in tropischen Meeresregionen des Indischen und Pazifischen Ozeans. Für gewöhnlich leben Seeschlangen in Küstennähe. Sie produzieren ein Gift und nutzen es zur Immobilisierung von Beutetieren sowie zur Verteidigung. Nach einem Biss treten die ersten Allgemeinsymptome nach etwa einer Stunde auf. Nach 30 Minuten beginnen Muskelschmerzen welche bis hin zur Lähmung führen. Der Tod folgt dann durch Atemlähmung. Die Betroffenen sind häufig bis zum Eintritt des Todes bei vollem Bewusstsein.

Seeschlange
Uräusschlange
Die Uräusschlange gehört zur Familie der Giftnattern und wird auch als Ägyptische Kobra bezeichnet. Sie findet sich über den nördlichen und zentralafrikanischen Kontinent bis hin zur arabischen Halbinsel. Sie lebt in Wüsten, Steppen und Feldern aber auch an Straßen sowie menschlichen Siedlungen. Ihr Gift ist ein starkes Nervengift und es reichen bereits 15 mg um einen 70 kg schweren Menschen zu töten. Die Legende besagt, dass sich die ägyptische Königin Kleopatra durch einen Biss der Uräusschlange selbst das Leben nahm.

Uräusschlange
Gewöhnliche Tigerotter
Die Gewöhnliche Tigerotter gehört zur Gattung der Giftnattern und findet sich ausschließlich im Süden Australiens. Sie werden als sehr gefährlich eingeschätzt, da sie hochgiftig sind und auch häufig auf Menschen treffen. Dementsprechend sind Schlangenbissunfälle in Australien keine Seltenheit. Die Tigerotter attackiert allerdings nur bei Störung oder wenn sie sich bedroht fühlt. Nach einem Biss treten Lähmungserscheinungen sowie Schwellungen auf. Im weiteren Verlauf setzt die Atemmuskulatur aus sowie das Herz. Es gibt allerdings ein Antivenon und somit auch weniger Todesopfer.

Gewöhnliche Tigerotter
Afrikanische Speikobra
Die Afrikanische Speikobra gehört zur Familie der Giftnattern und findet sich in großen Teilen des tropischen Afrikas südlich der Sahara von Senegal bis Somalia bis nach Angola. Als Speikobra ist sie in der Lage, ihr Gift bei Bedrohung dem Feind bis zu drei Meter entgegenzuspritzen. Das Gift hat auf der Haut keine Wirkung, brennt allerdings in den Augen und kann zu dauerhafter Blindheit führen. Wurde man gebissen so bleiben schwere Wunden zurück und es kann sogar der Verlust der gebissenen Extremitäten drohen.

Afrikanische Speikobra